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2004 |
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Das zweite „Brückenschlag“-Festival hatte in diesem Jahr vor allem unter den Widrigkeiten des Wetters zu leiden. War das Open-Air-Konzert im letzten Jahr mit 500 Besuchern erfreulich gut besucht, so fanden in diesem Jahr deutlich weniger Personen den Weg zum „Haus der Kulturen“. Erschwerend kam hinzu, daß ausgerechnet an diesem Samstag diverse Fußballspiele im Rahmen der Europameisterschaft im Fernsehen übertragen wurden, was den/die eine/n oder andere/n dazu bewogen haben dürfte, daheim zu bleiben.
Das Musikprogramm sechs Bands waren eingeplant verkürzte sich auf die Hälfte. Ein kräftiger Regenguß machte ein Umdisponieren erforderlich. Aufgrund dessen endete die Veranstaltung, die noch bei Sonnenschein um 15 Uhr begonnen hatte, vorzeitig um 22.30 Uhr. Es traten die Jazz-Band „Hijun“, die Formation „Soto/Rasul“ und die Softrocker von „Silverline“ auf. Zum Programm gehörten ferner eine Tango-Performance sowie eine Soli-Aktion zugunsten des „Jungen Theaters“. Diejenigen, die sich trotz des Wetters für den Besuch des Festivals entschieden hatten, äußerten in persönlichen Gesprächen, wie wichtig sie es fänden, daß es für MigrantInnen, ältere Menschen und Behinderte, aber auch junge Familien und Alleinerziehende ein bezahlbares Angebot an Kulturveranstaltungen in der Weststadt gibt. Vielfach reicht bei den genannten Gruppen die Ausstattung mit finanziellen Ressourcen nicht aus, um an dem, was an Kultur in Göttingen angeboten wird (Deutsches Theater, Göttinger Symphonieorchester) partizipieren zu können. Das „Brückenschlag“-Festival ermöglicht hingegen Teilhabe, da hier bewußt auf die Erhebung eines Eintrittsgeldes verzichtet wird. Ferner bietet das Fest einen Rahmen, innerhalb dessen die genannten Gruppen oder auch Einzelpersonen sich selbst einbringen können. Sei es, indem sie sich zu einer Gruppe zusammenfinden und selbst Musik machen. Oder sei es, daß sie ganz schlicht einen Stand machen, auf dem sie Kunsthandwerk oder Flohmarktsachen feilbieten. Einige BesucherInnen interessierten sich auch für die Acryl-Bilder, die der moçambikanische Künstler A. M. Costa für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt hatte. An dieser Stelle ist es Zeit, allen, die zum Gelingen des Festes einen Beitrag geleistet haben, einen großen Dank auszusprechen. Dank gebührt auch dem Stadtradio, dem Blick und dem Tageblatt, die uns bei unseren Bemühungen um Publizität mit Ankündigungen und Berichten unterstützt haben. |
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