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Selbstdarstellung

Der Verein Zukunfts-Werkstatt
MigrantInnen-Selbstorganisation
Kooperation
»Haus der Kulturen«
Café
Kulturelle Aktivitäten
Bedeutung für die Stadt


Der Verein Zukunfts-Werkstatt
ist ein gemeinnütziger Verein. Er ist ein Zusammenschluß von MigrantInnen und Einheimischen. Zu seinen Zielen gehört die Gleichberechtigung und Integration von MigrantInnen, die Förderung interkultureller Kommunikation, die Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die Wiederherstellung des Grundrechts auf Asyl und die weltweite Bekämpfung von Fluchtursachen. Zu diesem Zweck fördert und unterstützt die Zukunfts-Werkstatt (ZW) die Selbstorganisation ethnischer Minderheiten in Göttingen und Umgebung. Sie bietet juristische Beratung, Deutschkurse und berufliche Quali-fikations- und andere integrative Maßnahmen an.

Darüber hinaus ist die ZW Trägerin des Göttinger inter- und soziokulturellen Zentrums „Haus der Kulturen“ (HdK). Das selbstverwaltete HdK beherbergt eine Vielzahl von Vereinen und Projekten. Neben Unterrichtsräumen und einer Bibliothek verfügt das HdK über zwei große Veranstaltungsräume. Darüber hinaus stehen sie-ben Proberäume für Musikgruppen aller Stilrichtungen zur Verfügung.

Mit Hilfe von BSHG-, ABM- und Projektstellen, und natürlich aufgrund des sehr großen Engagements der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte die ZW in den vergangenen Jahren zahlreiche Veranstaltungen durchführen (siehe Kurzdarstellung im Abschnitt „Kulturelle Aktivitäten“).

MigrantInnen-Selbstorganisation
Als MigrantInnen-Selbstorganisation ist es für uns selbstverständlich, die Arbeitsstellen in unserem Verein in erster Linie mit qualifizierten Migrantinnen und Migranten zu besetzen. Denn bei der Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt hat dieser Personenkreis immer mit einer gewissen Benachteiligung zu kämpfen. Die befristeten Stellen ermöglichen es den MigrantInnen, ihre Fähigkeiten zu erproben und ihre Kenntnisse auszubauen. Durch das dabei entstehende bzw. gestärkte Selbstvertrauen steigt der Wille zur Partizipation an der deutschen Gesellschaft. Neben den MigrantInnen beschäftigt die ZW aber auch Einheimische. Nur durch das tägliche Miteinander, durch das Teilen von Freud und Leid, von Erfolg und Niederlage vollzieht sich der Prozeß der Integration. Dieses Konzept einer multikulturellen Zusammenarbeit der verschiedenen Ethnien führt zu einem besseren Verständnis des/der Anderen und hilft gegenseitige Ängste und Vorurteile abzubauen und sich mit Toleranz, Respekt und in Freundschaft zu begegnen.

Bis zum heutigen Tag arbeiteten MigrantInnen aus Albanien, Chile, dem Iran, der ehemaligen Sowjetunion, Kasachstan, Georgien, der Slowakei und der Türkei als Hauptamtliche für die ZW. Und auch der Vereinsvorstand ist – nach Möglichkeit – international besetzt.

Für die Mitarbeiterinnen, die Vorstandsmitglieder und die übrigen aktiven Ehrenamtlichen werden interne Fortbildungen und Seminare angeboten. Hierbei geht es um Themen wie Zeit- und Orga-nisationsmanagement, inter- und soziokulturelle Arbeit und Medienarbeit.

Des weiteren berät die ZW MigrantInnen, wenn diese sich beruflich selbständig machen wollen und hilft bei den ersten Schritten, indem sie ihre Infrastruktur zur Verfügung stellt.


Kooperation

Die ZW hat seit ihrer Gründung im Jahre 1995 intensiv die Vernetzung lokaler und regionaler Organisationen vorangetrieben, die im weitesten Sinne in der Migrationsarbeit tätig sind. Im Ergebnis führte diese Arbeit zu einem Netzwerk potentieller Kooperationspartner/innen für eine Zusammenarbeit in verschiedenen Tätigkeitsfeldern (Gesellschaft, Politik, Kultur). Ferner gehört die ZW zu den Gründungsmitgliedern der AMFN („Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen und Flüchtlinge in Niedersachsen“) und der „Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen e.G.“ (BIGS).

Im Bereich der Qualifizierungsmaßnahmen kooperierte die ZW in der Vergangenheit mit dem Arbeitsamt Göttingen, dem Amt für Beschäftigungsförderung der Stadt Göttingen, den Sozialämtern der Stadt und des Landkreis Göttingen.

»Haus der Kulturen«

Das 1995 bezogene HdK befindet sich in einem fünfgeschossigen ehe-maligen Speichergebäude (ca. 2.400 m²), das vom Bundesvermö-gensamt verwaltet wird. Der Verein Zukunfts-Werkstatt ist Träger des inter- und soziokulturellen Zentrums und ermöglicht etlichen MigrantInnen-Organisationen neben der Nutzung von Büros auch die Mitnutzung der vorhandenen Infrastruktur (Fotokopierer, Fax, PC, Internet) für ihre vielfältigen Vereinsaktivitäten.

Dadurch, daß so viele Vereine unter einem Dach vereint sind, kommt hier und da ein Gedanken-Austausch zustande, der schon einige Male zu gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen geführt hat.

Über das HdK besteht Kontakt zu Gruppen und Vereinen wie dem „Afghanistan Kulturhaus e.V.“, der „Kurdisch-Europäischen Freundschaftsgesellschaft“ (KEFG), der Tropenwald-Initiative „Enat Afer e.V.“, dem „Klub Bosna I Hercegovina“ und der „Südsudanesischen Studentenvereinigung“ (SOSSA). Außerdem sind noch der „Verein für Umwelt- und Konfliktforschung“ (VUK), die „Göttinger Wissenschaftler/innen für Frieden und Abrüstung“ sowie das Göttinger Stadt-Info im Internet „www.goest.de“ im HdK sowie das „Projekt Zeitweise“ von der „Jugendhilfe Südniedersachsen e.V.“ im Haus vertreten.

Neben diesen Vereinen bietet das Haus sieben Proberäume für Musikgruppen, Atelierräume und Übungsräume für Tanz und Theater.


Café

Das „Café Haus der Kulturen“ fungiert als soziokulturelle Begegnungsstätte und offener Bereich. Es bietet Platz für interkultu-rellen Austausch, kulturelle Aktivitäten und aktive Freizeitgestaltung. Hier können Menschen unabhängig vom Alter und der Herkunft zu-sammenkommen und bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen ein Schwätzchen halten oder eine Partie Schach spielen oder an einem der Computer-Terminals E-Mails schreiben oder im Internet recherchieren.

Für Kinder und Jugendliche gibt es Brettspiele, eine Tischtennisplatte, einen Kicker (Tischfußball) und zwei Billardtische.

Da das Café gleichzeitig der größte Veranstaltungsraum (ca. 200m²) im Hause ist, ist auch eine 18 bis 20 Quadratmeter große Bühne vorhanden.

Das Café wird außerdem gern für Familienfeiern gemietet. Aufgrund des Vorhandenseins einer Rampe und einer behindertengerechten Toilette ist das Café auch für RollstuhlfahrerInnen gut zu erreichen.

Kulturelle Aktivitäten

Zu den herausragenden Aktivitäten in Sachen Kultur gehört die Organisation von Open-Air-Konzerten, die direkt am HdK stattfinden. Das erste große Festival, der sogenannte „Brückenschlag“, fand im Jahr 2003 statt. Es war mit über 500 BesucherInnen sehr gut besucht. Das Programm reichte von sechs Bands verschiedener Stilrichtungen über einen Basar/Flohmarkt bis zu kulinarischen Köstlichkeiten.

Das diesjährige Festival bot neben Live-Musik und einem Basar auch noch eine Ausstellung von Acryl-Bildern des moçambikanischen Künstlers Antonio Marcelino Costa sowie eine Versteigerung zweier Bilder und diverser Kleinigkeiten zugunsten des in Finanznot geratenen „Jungen Theaters“.

Sodann organisiert die ZW alljährlich das Newroz-Fest, das Neujahrsfest für all jene Personen, deren Wurzeln im Orient liegen.

Neben diesen mehr oder minder festen Kulturterminen finden diverse kleinere Veranstaltungen statt. So die Yalda-Nacht oder anläßlich des 100. Geburtstages ein Gedenkabend für den chilenischen Schriftsteller und Politiker Pablo Neruda (1904–1973).

Für Interessierte bietet das HdK auch die Möglichkeit, das Spielen der Saz-Gitarre und anderer Instrumente – bis hin zum Schlagzeug – zu erlernen.

Freunde des Tanzes haben im HdK die Gelegenheit, sich mit argentinischem Tango vertraut zu machen.


Bedeutung für die Stadt

Das HdK ist zu einem wichtigen Treffpunkt für die Menschen im Stadtviertel geworden. Besucherinnen kommen aber auch aus allen anderen Wohnquartieren der Stadt und von außerhalb.

Das HdK verkörpert inzwischen für viele Menschen ein – im besten Sinne des Wortes – Stück Heimat.

Die konsequente multikulturelle Ausrichtung des HdK ist der Grund dafür, daß das Projekt einzigartig in der Vereinslandschaft im Raum Göttingen und in den benachbarten Landkreisen ist. Es hat sich zu einem festen Bestandteil des inter- und soziokulturellen Sektors in der Stadt Göttingen entwickelt und ist nicht mehr wegzudenken.